Alle gespielt am: 26.04.2014
Mit: Hannah
Vor einiger Zeit hatten wir mal Lust auf neue Spiele - und da entschloss ich mich, es einmal mit "Leihspielen" zu versuchen. Im Internet kann man verschiedene Kategorien auswählen und bekommt dann 6 zufällige Spiele zugeschickt. Ausschliessen kann man Spiele, die man bereits besitzt. Als Kategorie wählten wir Spiele für 2 Spieler. So kam immerhin während der Bestellung ein wenig Spannung auf, was denn nun im Paket sein sollte. Ausserdem packt man natürlich gerne ein Paket voller Spiele aus...Naja, das war dann das Resultat. Bis auf "das verrückte Labyrinth" alles unbekannt, auf den ersten Blick nicht allzu viel versprechend.
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| Das ausgepackte Ergebnis. |
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| Der magere Paketinhalt von Einsteyn |
Spiel 1: Einsteyn
Ein echtes Zweispielerspiel, bestehen aus einem Brett und einer Tüte voll Plättchen. Spiel des Ziels ist es, zuerst seine Linie von unten nach oben (bzw. für den anderen Spieler von links nach rechts) zu beenden.
Dazu hat man eine Handvoll Plättchen vor sich liegen, das können Geraden, Kurven oder Kreuzungen sein. Abwechselnd legt man nun Plättchen, bis sich eine Linie bildet. Der Witz dabei ist, dass man bereits gelegte Plättchen überdecken darf und somit den Verlauf komplett ändern kann. Im Gegenzug hat jeder Spieler noch 5 Steinchen, mit denen er Steine "blocken" kann, die somit bis zum Spielende liegen bleiben.
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| Steinchen werden gelegt |
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| Hannahs Linie ist vollständig. Knapp wars zumindest! |
Relativ einfache Regeln, aber das Spiel an sich blieb eher öde. Man legt abwechselnd, legt unmotiviert ein paar Steinchen und nach 15 Minuten ist alles vorbei. Wir haben dem Spiel keine zweite Runde gegönnt - vielleicht wird es spannender, wenn beide Spieler echte Taktiken verfolgen. Aber wir hatten ja noch 5 weitere Spiele vor uns...Also weiter zu Spiel 2:
Spiel 2: Das verrückte Labyrinth
Wer nun denkt, das ist aber alt, irrt sich - denn es handelt sich um die Version mit dem elektronischen Zauberbuch! Die generellen Regeln sind einfach: man spielt auf einem Labyrinth, indem man abwechselnd ein Plättchen auf den Spielplan schiebt und dadurch den Verlauf der Gänge ändert. Dies am besten so, dass man für seinen eigenen Pöppel einen Weg zum nächsten Schatz schafft. Der Unterschied zum Original besteht nun darin, dass man einen Schatz nicht einfach einsammelt, sondern, je nachdem, wo man landet, auf das Zauberbuch drücken darf. Dann sagt eine schlechte elektronische Stimme etwas wie "Hallo, ich bin der Troll. Bring mir den Hut!". Dies ist nun gespeichert und man muss den Hut suchen und zurückbringen. Wer dies schafft, bekommt eine Handvoll kleiner Steinchen, die man auf seine Schlüsselplatte ablegt. Wer diese nun voll hat, hat gewonnen. Insgesamt ist dieses ganze elektronische Beiwerk nicht direkt eine Verbesserung, das Originalspielprinzip macht mir aber zumindest noch ein wenig Spaß - besonders originell war es allerdings nicht.
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| Altbekannter Spielplan, neuer Schlüssel. |
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| Das sprechende Buch im Vordergrund. |
Spiel 3 - Mauerhüpfer
Dieses Jahr feiern wir ja nicht nur den Beginn des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren, sondern ebenso 100 Jahre Mensch ärgere dich nicht (Ob schonmal jemand diesen Zusammenhang analysiert hat?). Mauerhüpfer rühmt sich nun als "offizieller Nachfolger und kommender Klassiker". Naja, ob das so stimmt...Im Gegensatz zu den anderen Spielen war dies das einzige fabrikneue - und somit durften wir die Pappteile ausstanzen. Generell muss man am Ende zu jedem Spiel noch einen Fragebogen beantworten, auf dem man fehlende Teile oder kaputte Dinge bemängeln kann. Zu alte Spiele sollen so aussortiert werden.
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| 5 Mauern, 8 Pöppel. |
Also Mauerhüpfer: Designmässig knüpft es klar an Mensch ärgere dich nicht an, die 4 Startpunkte sind altbekannt, die Felder sehen ähnlich aus. Ziel ist nun aber nicht, alle 4 Figuren einmal im Kreis zu bewegen, sondern einmal von rechts nach links. Man würfelt und bewegt sich die entsprechende Anzahl an Feldern auf den weissen Feldern vor. Würfelt man eine Zahl, die auf der Mauer neben einem steht, darf man statt vorzulaufen auch diese Mauer überspringen (auch zurück, wenn gewünscht). Damit kann man dann einige Felder abkürzen. Rausschmeissen ist ebenso erlaubt wie beim Original. Insgesamt nicht besonders spannend, und der Einfluss aufs Spielgeschehen ist minimal. Man kann versuchen, seine Figuren so zu platzieren, dass man möglichst viele verschiedene nützliche Zahlen neben sich hat, aber am Ende ist es halt ein Glücksspiel.
Somit erfüllt es leider nicht Franks Theorem für gute Spiele (TM).
Nungut, dies waren die ersten 3 Spiele, freut euch auf den zweiten Eintrag mit den Highlights "Der zerstreute Pharao", "Geistesblitz" und "Core Worlds".
Kein Kommentar ;-)
AntwortenLöschenVielen Dank Scheuer! Du bist ein Vorbild für uns alle ;-)
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