Mit: Anna, Fabrice, Sebastian, Sonja
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| So muss es sein: Wortspiel in Titel UND Slogan! |
Qwixx ist eine Art Kniffel mit modernem Spiele-Design. Die Spieler sammeln so viele Punkte wie möglich, indem sie anhand ihrer Würfelergebnisse bestimmten Felder ihres Wertungszettel füllen. Der Zettel umfasst 4 Reihen mit unterschiedlichen Farben, welche die Zahlen 2 bis 12 enthalten, mal aufsteigend, mal absteigend. Das ganze funktioniert dann so:
- Wer an der Reihe ist, würfelt mit 2 weißen und 4 farbigen Würfeln - jede Farbe steht für eine Wertungsreihe.
- Jeder Spieler (auch die anderen) kann nun ein Feld einer beliebigen Reihe mit dem Wert der beiden weißen Würfel ankreuzen. Dabei darf immer nur von Links nach rechts angekreuzt werden.
- Der aktive Spieler darf außerdem noch ein zweites Kreuz setzen, indem er einen weißen mit einem farbigen Würfel kombiniert. Das Kreuz muss er dann natürlich in die Reihe der gewählten Farbe setzen.
- Hat (oder kann) der aktive Spieler kein Kreuz gesetzt, muss er einen Fehlwurf ankreuzen.
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| Augen auf beim Spielekauf: zuerst Nachfüllblöcke anstatt Spiel gekauft |
Das wars. Super simple Regeln, super gut durchdacht und, wie wir gleich sehen werden, mit überraschend viel Einflussmöglichkeiten. Durch sie erfüllt Qwixx das "Frank-Theorem für Gute Spiele" (TM):
Ein Spiel ist genau dann "gut", wenn es (a) kurzweilig ist und (b) jeden Spieler vor interessante Entscheidungen stellt*Eine Partie dauert maximal 15 Minuten und hat quasi keine Wartezeit, weil alle nach jedem Wurf etwas ankreuzen dürfen. Kurzweilig ist es also schonmal. Interessante Entscheidungen gibt es auch:
- Konzentriere ich mich auf einzelne Reihen um hier viele Punkte zu bekommen, laufe ich Gefahr dass jemand die anderen Reihen abschließt, sodass ich dort nur wenige Punkte bekomme
- Spiele ich schnell und aggressiv (indem ich häufig Kreuze setze oder Lücken lasse), kann ich schnell Reihen abschließen, laufe aber verstärkt Gefahr, Fehlwürfe zu machen
- Kreuze ich vorsichtig an, habe ich das Potential, am Ende sehr viele Kreuze (und Punkte) zu haben - aber nur, wenn nicht jemand anderes das Spiel früh beendet.
- Fülle ich alle Reihen balanciert, habe ich am Ende noch viele Optionen, um weitere Kreuze zu setzen - aber, wenns schlecht läuft, auch nur wenige Punkte.
Erstaunlich viele Dinge, die man beachten muss für ein Spiel mit 6 Würfeln und 4 Regeln. Natürlich ist ein gewisser Glücksfaktor dabei, aber ich behaupte, dass das Können der Spieler (langfristig) einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf das Ergebnis hat - im Gegensatz zu Kniffel. Schön finde ich auch, dass man die Konsequenzen seiner Entscheidungen klar einschätzen kann - im Gegensatz zu Kniffel. Das verschiebt den Fokus vom Glückselement der Würfel stärker hin zum Taktieren auf dem Wertungsblock - im Gegensatz zu Kniffel. Durch das Abschließen von Reihen muss man auch auf die Aktionen der Mitspieler achten und spielt nicht einfach nebeneinander her - im Gegensatz zu Kniffel.
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| Typisches Ende eines Spiels - links ist Annas Zettel, rechts meiner |
* Ergänzend gibt außerdem das Franksche Spaß-Korollar: Ist ein Spiel 'gut', dann haben die Spieler 'Spaß'.



Heissen deine Onkel und Tante Hubert und Gisela oder ist das ein Franksches Pseudonym für die Durchschnittsfamilie?
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