Summoner Wars!

gespielt mit: Tobi
in: Estevan
Summoner Wars war einer der Einkäufe aus der Reihe "Was machen wir nur 6 Monate zu zweit in der Prärie Kanadas". Daher ist es für 2 Spieler gedacht, man kann es allerdings auch zu viert spielen (braucht dann allerdings einen zweiten Spielplan, den man separat kaufen muss oder sich ausdruckt).

Interludium: Kanadas Spielegeschäfte...

...bieten echt eine gute Auswahl!
Bei Summoner Wars übernimmt jeder Spiele eine Fraktion, bestehend aus 1 "Summoner", 3 Champions und einer Anzahl normaler Einheiten. Dazu gibt es noch "Events", die als Aktionskarten gespielt werden. Das Spielziel ist, den gegnerischen Summoner zu töten. Dazu darf man jede Runde 3 Einheiten bewegen und mit 3 Einheiten angreifen. Bei einem Angriff wird simpel gewürfelt, bei 3-6 trifft man. Dazu kommen nun diverse Spezialfähigkeiten jeder Einheit.
Die Ausgangslage eines Spiels - man beachte den Becher der Saskatchewan Roughriders!
Jede Fraktion folgt einem generellen Konzept ("Fernkämpfer", "Hin-und-herspringer", "Eingräber" etc.). Ausser den 6 Fraktionen im Grundspiel gibt es noch viele weitere einzeln zu erwerben. Sicherlich eine gute Investition, da jedes Spiel sich komplett anders spielt, abhängig von den beiden Parteien. Nachteil: nicht alle Fraktionen sind komplett ausgeglichen - manche sind chancenlos gegen andere. Manche hingegen sind sehr stark gegen bestimmte Gegner und sehr schwach gegen andere.

Besonders starke Fraktion: die "Bender"
Die "Bender" z.b. können gegnerische Einheiten kontrollieren, was generell sehr stark ist, egal gegen wen. Die Wüstenorks dagegen können sich schnell zwischen eigenen Wällen teleportieren, das bringt nur etwas gegen sehr unflexible Gegner. Andererseits - es hat durchaus seinen Reiz, verschiedenen Strategien mit den verschiedenen Parteien zu testen. Wer mag, kann auch noch Erweiterungen kaufen, die zu den existierenden Fraktionen zugefügt werden - nun wird das Spiel zu einem Deckbuildingspiel, wo sich jeder vor Spielbeginn seine Lieblingskarten aussucht. Für Vielspieler ist das sicher ein Traum, das erhöht die Hürde für Neueinsteiger aber extrem.
Der eigene Summoner hat bereits 4 Wundmarker - und nur 5 Lebenspunkte.
Tötet man eine gegnerische Einheit, bekommt man sie auf seinen Magiestapel - und nur damit kann man wiederum neue Einheiten beschwören. Die einzige Alternative ist, eigene Handkarten abzuwerfen - der Kartenstapel ist aber limitiert, eine einmal benutzte Karte wird nie wieder genutzt.  In den ersten Spielen führte dies zu fröhlichem "ich werfe 5 Karten ab, damit ich meinen teuren Champion direkt habe" - große Freude beim Spieler. Einige Runden später sind die Nachziehkarten jedoch aufgebraucht, der Champion besiegt und es gibt keinen Nachschub - nun ist die Freude auf der anderen Seite groß. Merke: Nachhaltig wirtschaften, auch bei Magiepunkten!


Doch die Übermacht der Bender ist bereits zu groß, es reicht zum Sieg!
Insgesamt ist Summoner Wars sehr empfehlenswert - auch zu viert kann ich es mir gut vorstellen. Wie gerade bei 2-Spielerspielen natürlich wichtig ist ein ungefähr gleicher Kenntnisstand, ansonsten wird hier ein "Profi" gegen einen Neuling fast immer gewinnen. Das Würfelglück ist trotz Wurf bei jedem Angriff nicht besonders ausschlaggebend, die Strategie und Positionierung der eigenen Einheiten und das konsequente Nutzen aller Eigenschaften ist der Schlüssel. Dazu braucht eine Partie nicht allzulange, und die Basisregeln sind ebenfalls recht simpel - ein Spiel perfekt für Turniere! (Das dachte sich auch der Hersteller, der das Spielbrett auch einzeln verkauft - so kann man mit einem Basisspiel und einem Extraplan gleichzeitig 2 Spiele durchführen).  

Nachdenken durchaus erforderlich!


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